Philosophie

Bei Tala stehen der Hund und seine Bedürfnisse im Zentrum. Oft stehen diese Bedürfnisse für seine Stärken, welche es zu finden und zu fördern gilt. Talente werden innerhalb der Erziehung weiterentwickelt. Erziehung bedeutet an gemeinsamen Zielen zu arbeiten und nicht etwa Dressur, Unterordnung oder das Beibringen von Tricks. Die Beziehung wird durch gemeinsame Ziele gestärkt.

Der Jagdinstinkt wird als Chance und nicht als Last in die Erziehung integriert. Der Hund ist ein Beutegreifer (Canis Lupus Familiaris = Familienwolf), sein Körper und seine Sinne sind auf die Jagd nach Beutetieren spezialisiert. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte der Mensch spezialisierte Hunderassen. Bestimmte Teile der Jagd wurden durch gezielte Zucht verstärkt. Als Folge daraus entstanden Hüte-, Treib-, Vorsteh-, Apportier- und viele andere Hunderassen. All diese Hunde lebten ihre Talente und nahmen eine bestimmte Aufgabe wahr. Heute werden die Hunde oft nur nach optischen Merkmalen gezüchtet. Die über hunderte von Jahren verbreitete Zucht nach spezialisierten Hunderassen ist nicht auszulöschen und stellt uns vor die Tatsache, dass die meisten Hunde mit einem Spaziergang und Futter aus dem Napf nicht zufrieden sind.

Die gemeinsame Jagd nach einem Futterbeutel unter Anleitung des Menschen ist wichtiger Bestandteil der Philosophie und ermöglicht viel Erziehung nebenbei. Der Mensch gibt dabei Anweisungen, wann und wie gejagt wird, um den besten Erfolg zu haben. Der Hund lernt schnell abzuwarten, auf den Menschen zu achten und nur nach Einverständnis des Menschen zu jagen. Die Beziehung wird durch die gemeinsame Beschäftigung zu einem Miteinander.

Sicherheit spielt eine äusserst zentrale Rolle. Auch hier war es der Mensch, der den Hund passend zu Sicherheitsaufgaben gezüchtet hat. Gute Beispiel dazu sind die Herdenschutz- wie auch Hofhunde, welche über stark ausgeprägte Territorialinstinkte verfügen. Bei diesen Hunden wurde der Territorialinstinkt verstärkt, welcher grundsätzlich jeder Hund aus Veranlagung mit sich bringt. Probleme tauchen oft dann auf, wenn die Hunde nicht für die zu ihren Veranlagungen passenden Aufgaben gebraucht werden, sondern zum Beispiel in einer Familie leben, welche ganz anderen Anforderungen an den Hund stellt. Wichtig ist hier das Wissen über den Hund und seine Veranlagungen, damit man auf den Hund eingehen und gemeinsame Ziele finden kann. Die Kommunikation ist sehr wichtig, um den Hund lesen zu lernen und ihm als Führungsperson Sicherheit zu geben. Der Hund kann sich dadurch an seinem Vorbild orientieren.

Es gibt keine Methode um Hunde zu erziehen, da jeder Hund ein Individuum ist, mit seinen ganz besonderen Fähigkeiten, Ängste, Erlebnisse und Veranlagungen. Ich bin überzeugt, dass die hundegerechte Erziehung von Tala auf genau all diese Besonderheiten eingehen kann und sie und ihren Hund auf dem gemeinsamen Weg optimal begleitet.